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Grundlagen und Methoden

Der ungeprüfte, verkürzte Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee erstellt. Der IAS 34 (Interim Financial Reporting) wurde beachtet. Die dem Konzern-Abschluss 2015 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden für den vorliegenden Zwischenabschluss stetig angewendet.

Die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen der IAS/IFRS-Standards sind innerhalb des Berichtszeitraums verpflichtend anzuwenden.

  • IAS 1: »Darstellung des Abschlusses – Disclosure Initiative« (ver­öffentlicht Dezember 2014; anzuwenden für Berichtsperioden ab 1. Januar 2016)
    Mit diesem Änderungsstandard werden erste, kurzfristig umsetzbare Vorschläge zur Änderung von IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) umgesetzt. Dadurch soll das Konzept der Wesentlichkeit deutlicher hervorgehoben werden. Es werden sich Änderungen in der Darstellung im Konzern-Abschluss ergeben.
  • IAS 16/IAS 38: »Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden« (veröffentlicht Mai 2014; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 2016)
    Mit dieser Änderung soll klargestellt werden, welche Abschreibungsmethoden bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sachgerecht sind. Abschreibungen sollen grundsätzlich den erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermö­­­genswerts widerspiegeln. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss.
  • IAS 16/IAS 41: »Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen« (ver­öffentlicht Juni 2014; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 2016)
    Durch diese Änderung soll klargestellt werden, dass derartige Pflan­­zen bis zum Zeitpunkt ihrer Produktionsreife mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten und danach nach IAS 16 »Sachanlagen« zu bilanzieren sind. Die Anwendung der Vorschriften des IAS 41 ist künftig nicht mehr zulässig. Diese Änderung hat keine Auswirkun-gen auf den Konzern-Abschluss.
  • Amendment IAS 19: »Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen« (veröffentlicht November 2013; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Februar 2015)
    »IAS 19 – Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen« bezieht sich auf die Klarstellung des § 93 zur Bilanzierung von Beiträ­gen von Arbeitnehmern, die in der Ausgestaltung eines leistungsorientierten Plans spezifiziert werden. Die Änderungen führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss.
  • IAS 27: »Einzelabschlüsse« (veröffentlicht August 2014; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 2016)
    Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27 auf die Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in separaten Einzelabschlüssen eines Unter­nehmens. Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Kon­zern-Abschluss.
  • IFRS 11: »Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit« (veröffentlicht Mai 2014; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 2016)
    Mit diesen Änderungen wird die Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit klargestellt, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen. Danach gelten alle Regelungen in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 »Unternehmenszusammenschlüsse« und anderen IFRS, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss.
  • Improvements to IFRS 2010 – 2012: »Improvements to IFRS« (veröffentlicht Dezember 2013; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Februar 2015)
    »Improvements to IFRS 2010 – 2012« stellt einen fünften Sammelstandard zu verschiedenen Änderungen an sieben bestehenden IFRS dar. Dabei geht es hauptsächlich um die Klarstellung missverständlicher Formulierungen und Definitionen. Die Änderungen führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss.
  • Improvements to IFRS 2012 – 2014: »Improvements to IFRS« (veröffentlicht September 2014; anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab 1. Januar 2016)
    »Improvements to IFRS 2012 – 2014« stellt einen siebten Sammelstandard zu verschiedenen Änderungen an vier bestehenden IFRS dar. Dabei geht es hauptsächlich um die Klarstellung missverständlicher Formulierungen und Definitionen. Die Änderungen führen zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss.

Veränderungen in der Segmentzuordnung

Im Zusammenhang mit dem im Vorjahr beschlossenen Konzernumbau erfolgte mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 eine Neuordnung der konzerninternen Servicefunktionen und Dienstleistungen. Das bisherige Segment DB Dienstleistungen entfällt ersatzlos. Die Gesellschaften dieses Segments wurden dem Segment Beteiligungen/Sonstige zugeordnet. Darüber hinaus wird die DB Bahnbau Gruppe GmbH (bisher dem Segment DB Netze Fahrweg zugeordnet) im Segment Beteiligungen/Sonstige und die AMEROPA-REISEN GmbH (bisher dem Segment Beteilungen/Sonstige zugeordnet) im Segment DB Fernverkehr ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Weitere vorgenommene Veränderungen in der Segmentzuordnung waren unwesentlich. Zum 1. Juli 2015 übertrug die DB Projektbau GmbH im Rahmen eines Betriebsübergangs (§ 613a BGB) diverse Organisationseinheiten sowie sämtliche Projektmanagementfunktionen einschließlich des zugehören­-den Aktiv- und Passivvermögens auf die DB Netz AG beziehungsweise die DB Station&Service AG. Insbesondere aus diesem Grund erhöhten sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 in den Segmenten DB Netze Fahrweg und DB Netze Personenbahnhöfe die Personalauf­wendungen, die Mitarbeiterzahl, die bezogenen Leistungen und die aktivierten Eigenleistungen deutlich. Gegenläufig entwickelten sich diese Werte im Segment Beteiligungen/Sonstige.

Veränderungen im DB-Konzern

Der Vollkonsolidierungskreis des Deutsche Bahn Konzerns (DB-Konzerns) hat sich wie folgt entwickelt:

[Anzahl]

Inland
30.06.
2016

Aus-
land
30.06.
2016

Insge-
samt
30.06.
2016

Insge-
samt
30.06.
2015

Insge-
samt
31.12.
2015

Vollkonsolidierte
Tochtergesellschaften

Stand 01.01.

126

506

632

632

632

Zugänge

2

9

11

9

25

Zugänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

0

0

0

0

1

Abgänge

4

10

14

10

25

Abgänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

0

0

0

1

1

Insgesamt

124

505

629

630

632

Zugänge von Unternehmen und Unternehmensteilen

Bei den Zugängen zum Konsolidierungskreis handelt es sich neben sieben im Berichtszeitraum neu gegründeten Gesellschaften um die nachfolgend erläuterten Transaktionen:

  • Redhead Holdings Limited (Redhead), Bradford/Großbritannien: Mit Vertrag vom 10. Dezember 2015 (Closing 29. Januar 2016) hat die Schenker AG, Essen, 75,0% der Anteile an der Redhead erworben. Redhead ist als Spediteur und Sammelguttransporteur in Großbritannien tätig. Die bestehenden Put-Call-Optionen für die verbleiben­­­den 25% der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise folgend als bedingte Kauf­­preiszahlungen behandelt. Die finanzielle Verbindlichkeit stellt folglich einen Teil der übertragenen Gegenleistung für die gesamten Anteile dar, sodass im Konzerneigenkapital keine Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen werden. Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt ab 1. Februar 2016 im Segment DB Schenker.
  • Almoayed Logistics Services W.L.L. (Almoayed), Manama/Bahrain: Mit Vertrag vom 28. Juli 2015 (Closing 19. Januar 2016) hat Schenker Middle East FZE, Dubai/VAE, 49,0% der Anteile an der Almoayed er­­worben. Die Gesellschaft wird vollkonsolidiert, da gemäß Gesellschafts­­vertrag die operative Führung der Gesellschaft durch DB Schenker erfolgt und DB Schenker die Mehrheit des Dividenden­bezugsrechts zusteht. Nach Abschluss des Erwerbs erfolgten eine Kapitalerhöhung von 580.000 BHD (rund 1,4 Mio. ) sowie die Um­firmierung der Gesell­­schaft in Almoayed Schenker W.L.L. Almoayed ist Netzwerkpartner von DB Schenker in Bahrain. Der Ausweis in der Segmentbericht­erstattung erfolgt ab 1. Februar 2016 im Segment DB Schenker.

Nachfolgend werden die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens kumulativ für alle Veränderungen des Konsolidierungskreises, soweit diese in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, dargestellt. Sämtliche Kaufpreisallokationen für Erwerbe im Berichtszeitraum wurden gemäß IFRS 3 vorgenommen. Der Firmenwert wird maßgeblich durch die für den Zeitraum nach Erwerb erwarteten Synergieeffekte substanziiert. Darüber hinaus entfällt ein erheblicher Teil auf nach IFRS 3 nicht ansatzfähige Vermögenswerte, insbesondere den Mitarbeiterstamm, den Marktzugang sowie das künftige Umsatzpotenzial.

Die Ermittlung des Firmenwerts ergibt sich wie folgt:

[in Mio. €]

2016

davon

Redhead

davon

Almo-
ayed

Kaufpreis

Geleistete Zahlungen

9

9

0

  Ausstehende Kaufpreiszahlungen

4

4

Gesamte übertragene Gegenleistung

13

13

0

  Beizulegender Zeitwert des bereits vor dem
Erwerb ge­­­haltenen Eigenkapitalanteils

  Beizulegender Zeitwert des erworbenen
Nettovermögens

7

7

0

Firmenwert

6

6

0

Bei den genannten Akquisitionen erwarten wir nicht, dass ein Teil des Goodwills für ertragsteuerliche Zwecke abzugsfähig ist.

Kaufpreisallokation Redhead

Das erworbene Nettovermögen wird nachfolgend dargestellt:

[in Mio. €]

Buch-
wert

Anpas-
sung

Beizu-
legender
Zeitwert

Sachanlagen

6

6

Immaterielle Vermögenswerte

0

5

5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

6

6

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

1

1

Flüssige Mittel

0

0

Vermögenswerte

13

5

18

Finanzschulden

3

3

Verbindlichkeiten

6

6

Sonstige Rückstellungen

1

1

Passive latente Steuern

0

1

1

Schulden

10

1

11

     davon nach IFRS 3 passivierte
     Eventualverbindlichkeiten

Fremdanteil

Erworbenes Nettovermögen

3

4

7

In Zahlungsmitteln geleisteter Kaufpreis

9

9

Im erworbenen Unternehmen
vorhandene flüssige Mittel

0

0

Zahlungsmittelzufluss durch Trans­aktionen

9

9

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 6 Mio. €, darin sind keine Wertberichtigungen enthalten.

Wäre Redhead bereits zum 1. Januar 2016 in den Konzern-Abschluss einbezogen worden, hätte der DB-Konzern zusätzliche Um­satzerlöse von 3 Mio. € und ein zusätzliches Ergebnis von –1 Mio. € ausgewiesen.

Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung hat Redhead einen Umsatz von 32 Mio. € sowie ein Ergebnis von –1 Mio. € erwirtschaftet.

Kaufpreisallokation Almoayed

Mit dem Kaufpreis von 26 T € wurde eine Mantelgesellschaft ohne weiteres Vermögen und Schulden erworben.

Wäre Almoayed bereits zum 1. Januar 2016 in den Konzern-Abschluss einbezogen worden, hätte der DB-Konzern keine zusätzlichen Umsatz­erlöse und kein zusätzliches Ergebnis ausgewiesen.

Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung hat Almoayed keinen Umsatz sowie kein Ergebnis erwirtschaftet.

Abgänge von Unternehmen und Unternehmensteilen

Bei den Abgängen aus dem Konsolidierungskreis handelt es sich um sieben Verschmelzungen sowie um sechs Liquidationen und einen Verkauf.

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises:

[in Mio. €]

DB-Kon-
zern
01.01. bis
30.06.2016

davon aus
Konsoli-
dierungs-
kreis-
zugängen

Beträge für
Konsoli-
dierungs-
kreis-

abgänge

Umsatzerlöse

20.033

100

0

Bestandsveränderungen und
andere aktivierte Eigenleistungen

1.254

Gesamtleistung

21.287

100

0

Sonstige betriebliche Erträge

1.108

13

0

Materialaufwand

–9.564

–56

0

Personalaufwand

–7.789

–24

0

Abschreibungen

–1.457

–10

0

Sonstige betriebliche Aufwendungen

–2.632

–21

1

Operatives Ergebnis (EBIT)

953

2

1

Ergebnis aus at Equity
bilanzierten Unternehmen

17

Zinsergebnis

–396

0

0

Übriges Finanzergebnis

–11

0

0

Finanzergebnis

–390

0

0

Ergebnis vor Ertragsteuern

563

2

1

Ertragsteuern

40

0

0

Ergebnis

603

2

1

Die aus Konsolidierungskreiszugängen resultierenden Umsatzerlöse von 100 Mio. € betreffen mit 32 Mio. € die erworbene Redhead, mit 30 Mio € die im Vorjahr unterjährig erworbene MTS MarkenTechnikService GmbH&Co. (vormals SPA SystemPartner GmbH&Co KG), mit 17 Mio. € die im Vorjahr unterjährig erworbene Alpetour-Potovalna Agencija d.d., Kranj/Slowenien, mit 9 Mio. € die unterjährig im Vorjahr erworbene BUS PARTNERS SERVICES s.r.o, Bratislava/Slowakei, mit 7 Mio. € die im Vorjahr unterjährig erworbene GOTFRI spol. s.r.o., Bratislava/Slowakei, und mit 5 Mio. € die im Vorjahr unterjährig erworbene KM S.P.A., Cremona/Italien. 

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