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Entwicklung im ersten Halbjahr

  • Belastungen durch anhaltend intensives Wettbewerbsumfeld.
  • Weiterer Rückgang der Kohle- beziehungsweise Stahltransporte in Großbritannien und Deutschland.
  • Zusätzliche Verkehre in den Niederlanden, Italien und Skandinavien.
 


1. Halbjahr

Veränderung

DB Cargo

2016

2015

absolut

%

 

Pünktlichkeit in %

75,7

74,4

Beförderte Güter in Mio. t

140,2

150,9

–10,7

–7,1

Verkehrsleistung in Mio. tkm

47.830

48.912

–1.082

–2,2

Betriebsleistung in Mio. Trkm

90,4

93,4

–3,0

–3,2

Auslastung in t pro Zug

529,1

523,7

+5,4

+1,0

 

Gesamtumsatz in Mio. €

2.312

2.391

–79

–3,3

Außenumsatz in Mio. €

2.154

2.226

–72

–3,2

EBITDA bereinigt in Mio. €

39

74

–35

–47,3

EBIT bereinigt in Mio. €

–53

–74

+21

–28,4

EBIT-Marge (bereinigt) in %

–2,3

–3,1

Brutto-Investitionen in Mio. €

52

91

–39

–42,9

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

30.155

30.907

–752

–2,4

Die Pünktlichkeit im Schienengüterverkehr ist deutlich gestiegen. Die Verbesserung geht im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in Deutschland zurück und resultierte vor allem aus einer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 verbesserten Ressourcenlage.

Die Marktsituation für den Schienengüterverkehr in Europa ist auch im ersten Halbjahr 2016 herausfordernd geblieben. Zudem belastete das intensive Wettbewerbsumfeld die Entwicklung. Neu gewonnene Verkehre im europäischen Netzwerk konnten dies teilweise kompensieren. In der Folge war die Leistungsentwicklung rückläufig. Die Menge der be­­­förderten Güter und die Verkehrsleistung gingen zurück. Infolge umgesetzter Maßnahmen zur Effi­zienzsteigerung konnte die Auslastung pro Zug leicht gesteigert werden.

Die Umsatzentwicklung war vor allem infolge geringerer Kohletransporte in Großbritannien und Stahlverkehre in Deutschland schwächer als im ersten Halbjahr 2015.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+25,9%) stiegen unter anderem infolge höherer Entschädigungsleistungen aus Fahrzeugprojekten. Zudem wirkten höhere Erträge aus der Veräußerung von Schienenfahrzeugen.

Der Materialaufwand (+1,6%) entwickelte sich leicht über dem Niveau des ersten Halbjahres 2015. Höhere eingekaufte Transportleistungen wurden dabei durch preis- und leistungs­­bedingt niedrigere Energieaufwendungen teilweise kompensiert.

Der Personalaufwand (–0,6%) lag im Wesentlichen wäh­­rungskursbedingt und aufgrund einer geringeren Anzahl von Mitarbeitern leicht unterhalb des ersten Halbjahres 2015. Währungskursbereinigt stieg er tarifbedingt leicht an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (–5,3%) sind unter anderem infolge geringerer Fahrzeugmieten zurückgegangen.

Rückläufige Erträge und zusätzliche Belastungen auf der Aufwandsseite führten insgesamt zu einem deutlichen Rückgang des bereinigten EBITDA. Aufgrund niedrigerer Abschreibungen (–38,2%) infolge von Sonderabschreibungen auf das Sachanlagevermögen (Impairment) im Vorjahr entwickelte sich das bereinigte EBIT hingegen positiv.

Die Brutto-Investitionen gingen infolge hoher Investi­tionen in Lokomotiven in Polen im ersten Halbjahr 2015 deutlich zurück.

Die Zahl der Mitarbeiter war per 30. Juni 2016 rückläufig. Hier wirkten im Wesentlichen Optimierungsmaßnahmen in Polen, Anpassungen an die Geschäftslage in Großbritannien sowie die schwache Entwicklung in Deutschland. 

Regional Central

  • Zusatzverkehre in den Niederlanden, Italien und Skandinavien.
  • Wegfall von Streikeffekten.
 

1. Halbjahr

Veränderung

Region Central
Ausgewählte Kennzahlen [in Mio. €]

2016

2015

absolut

%

 

Beförderte Güter in Mio. t

124,9

124,8

+0,1

+0,1

Verkehrsleistung in Mio. tkm

38.579

38.495

+84

+0,2

Betriebsleistung in Mio. Trkm

72,0

72,5

–0,5

–0,7

 

Gesamtumsatz

2.429

2.314

+115

+5,0

Außenumsatz

1.741

1.727

+14

+0,8

EBITDA bereinigt

61

84

–23

–27,4

EBIT bereinigt

3

–27

+30

Brutto-Investitionen

23

54

–31

–57,4

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

19.682

19.806

–124

–0,6

Die Leistungsentwicklung in der Region Central lag im ersten Halbjahr 2016 annähernd unverändert. Zuwächse aus Mehrverkehren in den Niederlanden, Italien und Skandi­navien sowie dem Wegfall der Streikeffekte aus dem ersten Halbjahr 2015 wurden durch Rückgänge in Deutschland infolge eines anhaltend intensiven Wettbewerbsumfelds, geopolitischer Unsicherheiten sowie der schwachen Nachfrage bei den Stahlverkehren nahezu kompensiert. Die Auslastung stieg infolge der Umsetzung von Optimierungs­programmen wie der Netzwerkbahn leicht (+0,8%).

Der Anstieg der Umsatzerlöse wurde im Wesentlichen durch den Leistungszuwachs in den Niederlanden, Italien und Skandinavien, aber auch durch den Wegfall der Streikeffekte aus dem ersten Halbjahr 2015 getrieben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+14,7%) stiegen unter anderem infolge höherer Schadenersatzleistungen aus Fahrzeugprojekten. Zudem wirkten höhere Erträge aus der Veräußerung von Schienenfahrzeugen.

Der Materialaufwand (+10,5%) erhöhte sich im ersten Halb­jahr 2016 infolge gestiegener eingekaufter Transportleistungen.

Der Personalaufwand (+1,1%) stieg tarifbedingt leicht. Gegenläufig wirkte unter anderem die geringere Anzahl von Mitarbeitern.

Eine zum Umsatzwachstum überproportionale Aufwandssteigerung führte insgesamt zu einer rückläufigen Entwicklung des bereinigten EBITDA. Aufgrund niedrigerer Abschreibungen (–47,7%) infolge des Impairments im Vorjahr stieg das bereinigte EBIT hingegen an.

Die Brutto-Investitionen sind deutlich gesunken. Dies resultierte insbesondere aus geringeren Investitionen für die ETCS-Umrüstung von Lokomotiven und Wagen.

Die Mitarbeiterzahl lag vor allem fluktuationsbedingt unter dem Stand per 30. Juni 2015.

Region West

  • Weiterer Rückgang der Kohle- und Stahltransporte in Großbritannien trieb die Entwicklung.
  • Entwicklung in Frankreich durch operative Probleme, Streiks und Überschwemmung belastet.
  • Entwicklung in Spanien mit positiven Impulsen.
 


1. Halbjahr

Veränderung

Region West
Ausgewählte Kennzahlen [in Mio. €]

2016

2015

absolut

%

 

Beförderte Güter in Mio. t

31,7

40,1

–8,4

–20,9

Verkehrsleistung in Mio. tkm

6.964

8.244

–1.280

–15,5

Betriebsleistung in Mio. Trkm

14,3

17,1

–2,8

–16,4

 

Gesamtumsatz

393

475

–82

–17,3

Außenumsatz

321

412

–91

–22,1

EBITDA bereinigt

11

16

–5

–31,3

EBIT bereinigt

–16

–13

–3

+23,1

Brutto-Investitionen

27

17

+10

+58,8

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

5.198

5.625

–427

–7,6

Die Entwicklung der Region West wurde im ersten Halb­­jahr 2016 maßgeblich durch den weiterhin einbrechenden Kohlemarkt in Großbritannien getrieben. Dementsprechend war die Leistungsentwicklung schwach. Die Menge der beförderten Güter, die Verkehrsleistung und die Betriebsleistung verzeichneten deutliche Rückgänge. Die Entwicklung der Kohleverkehre wurde neben einer gesetzlichen Änderung (CO₂-Besteuerung) vor allem durch ein niedriges Gaspreisniveau getrieben, in deren Folge Kombikraftwerke von Kohlebetrieb auf Gasbefeuerung umstellten. Zudem wirkten der Verlust von Großkunden, Streikeffekte sowie Überschwemmungen in Frankreich leistungsmindernd.

Infolge der Leistungsentwicklung sowie negativer Währungskurseffekte ging auch der Umsatz deutlich zurück.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (+34,1%) lagen infolge höherer interner Mieterträge für Lokomotiven über dem Niveau des ersten Halbjahres 2015.

Der Materialaufwand (–5,7%) war leistungsbedingt und infolge niedrigerer Dieselpreise rückläufig.

Eine Anpassung der Mitarbeiterzahl an die Geschäftslage in Großbritannien war maßgeblich für die Reduzierung des Personalaufwands (–5,6%).

Die Abschreibungen (–6,9%) lagen unterhalb des ersten Halbjahres 2015.

Der Umsatzrückgang konnte nur teilweise durch niedrigere Aufwendungen kompensiert werden, sodass die bereinigten Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT zurückgingen.

Die Brutto-Investitionen stiegen vor allem infolge von Neuanschaffungen und Umrüstungen von Wagen deutlich.

Die Mitarbeiterzahl ging aufgrund der Anpassung an die verschlechterte Geschäftslage in Großbritannien zurück.

Region East

  • Höhere Volumina in den Bereichen Kohletransport, Intermodal- und Militärverkehr in Polen waren maßgeblich für die Entwicklung.
  • Ressourcenauslastung und Produktivität in Polen verbessert.
  • Entwicklung in Südosteuropa war differenziert.
 

1. Halbjahr

Veränderung

Region East
Ausgewählte Kennzahlen [in Mio. €]

2016

2015

absolut

%

 

Beförderte Güter in Mio. t

7,8

7,9

–0,1

–1,3

Verkehrsleistung in Mio. tkm

2.287

2.173

+114

+5,2

Betriebsleistung in Mio. Trkm

4,1

3,8

+0,3

+7,9

 

Gesamtumsatz

125

124

+1

+0,8

Außenumsatz

92

86

+6

+7,0

EBITDA bereinigt

9

15

–6

–40,0

EBIT bereinigt

4

7

–3

–42,9

Brutto-Investitionen

3

20

–17

–85,0

Mitarbeiter per 30.06. in VZP

4.155

4.311

–156

–3,6

In der Region East entwickelten sich die Verkehrs- und die Betriebsleistung vor allem infolge höherer Volumina im Kohletransport sowie im Intermodal- und Militärverkehr in Polen über dem Niveau des ersten Halbjahres 2015. Die Menge der beförderten Güter blieb annähernd stabil.

Der Umsatz entwickelte sich leistungsbedingt sowie aufgrund gestiegener Vermietungsumsätze positiv.

Die sonstigen be­­trieb­li­chen Erträge (–11,4%) gingen zurück. Dies resultierte aus Währungskurseffekten und dem Wegfall von Kompensationszahlungen für Class-92-
Lokomotiven im ersten Halbjahr 2015.

Der Materialaufwand (+12,9%) erhöhte sich vor allem infolge gestiegener eingekaufter Transportleistungen in Polen. Dämpfend wirkten preis- und mengenbedingt rückläufige Energieaufwendungen.

Der Personal­­­aufwand (–1,9%) war währungskursbedingt rückläufig. Währungskursbereinigt stieg er tarifbedingt und infolge von Neueinstellungen in Ungarn.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+2,7%) stiegen infolge höherer Mietkosten für Schienenfahrzeuge.

Die Abschreibungen (–25,3%) gingen aufgrund von im ersten Halbjahr 2015 vorgenommenen Sonderabschreibun­gen deutlich zurück.

Aufgrund überproportionaler Aufwandssteigerungen entwickelten sich die operativen Ergebnis­größen bereinigtes EBIT und EBITDA deutlich rückläufig.

Die Brutto-Investitionen gingen infolge des Wegfalls von Investitionen in Lokomotiven in Polen im ersten Halbjahr 2015 deutlich zurück.

Die Mitarbeiterzahl war insbesondere aufgrund von Optimierungsmaßnahmen in Polen rückläufig. Gegenläufig wirkten Neueinstellungen in Ungarn.

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