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Voraussichtliche Entwicklung der Beschaffungs- und Finanzmärkte

Beschaffungsmärkte

Wir erwarten unverändert keine Engpässe auf der Beschaffungsseite. Ein weiterer Ölpreisauftrieb sollte gedämpft werden, da die Schieferölproduktion in den USA bei höhe­­ren Preisen wieder ausgeweitet werden dürfte. Kurzfristige Förderausfälle können durch gut gefüllte Lager abgefedert werden. In Deutschland wird weiter um die Ausgestaltung des neuen Strommarktdesigns (Strommarkt 2.0) gerungen.

Finanzmärkte

Die Entwicklung der Finanzmärkte bleibt von hohen Unsicherheiten geprägt und dementsprechend volatil. Insbesondere belasten die globale Konjunkturentwicklung und die Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Geldpolitik wichtiger Notenbanken. Zusätzlich spielen die aktuell noch nicht abschließend bewertbaren Konsequenzen des Brexit-Votums eine Rolle.

Die Anleihemärkte dürften sich dieser Entwicklung eben­­falls nicht entziehen können. Investoren könnten sich da­­durch veranlasst sehen, verstärkt in Titel mit hoher Boni­­tät zu investieren. Unter anderem deutsche Staatsanleihen, aber auch Unternehmensanleihen mit hoher Bonität, dürf­­ten einen sichtbaren Nachfragezuwachs erfahren, mit folglich sinkenden Renditen/Zinsen. An den aktuell zu beobachtenden Negativzinsen für deutsche Staatsanleihen dürfte sich somit im laufenden Jahr nichts ändern.

Der andauernde wirtschaftliche Erholungsprozess des Euro-Raums und die gestiegenen Unsicherheiten, insbesondere durch das Brexit-Votum, dürften dazu führen, dass mit einer Zinswende der EZB nicht zu rechnen ist. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass die EZB auch infolge der gefallenen Inflationserwartungen ihr Anleihenkaufprogramm in den kommenden Monaten ausweiten wird. Die dadurch steigende Liquidität dürfte zusätzlichen Druck auf das Zinsniveau bewirken.

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